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Start :: Reviews :: Interview mit Frau Doktor Twitter

   Interview mit Frau Doktor Dienstag, 21. September 2010 // Sabi   
15 Jahre währte die Ära um die Wiesbadener Ska-Band Frau Doktor. Jetzt, 2010, soll Schluss sein. Dies verlautbarte die Band Anfang des Jahres auf Ihrer Homepage. Aus diesem Grund haben wir Manni, seines Zeichens Gitarrist der Band, zum Interview geladen.
Hi Manni,
ich bin Sabrina und hier nun folgende Fragen.

1. Macht einer von Euch noch weiterhin Musik nach dem Vorruhestand von Frau D.?

Mit Sicherheit werden einige von uns auch weiterhin irgendwie Musik machen. Was mich selbst anbelangt, kann ich nur sagen, daß das klassische Band-Ding für mich nicht mehr in Frage kommt. Diese herrliche, laute, skurrile Welt voller Abenteuer (die aber auch manchmal ganz schön unbequem und anstrengend sein kann) überlasse ich nach so vielen Jahren gerne den jüngeren Kandidaten. Aber die restlichen Fr.-Dr.-Ruheständler sind alles noch heisse Hunde – ich schätze mal, in einem Jahr wird man sehen, wer wo gelandet ist. Sicher ist nur, daß Andi Posau(ne) bei irgendeiner Big Band anheuert, und daß Sänger Üni und Drummer Andi B.  weiterhin in der Band „CRAPSTAR“  spielen (auf den gleichen Positionen).  Das ist so englischsprachiger, melodischer Punkrock. „Kein Ska“ halt. Vielleicht gibt es ja auch irgendwann so etwas wie „Frau Doktor 2“, mit einigen Veteranen und dem einen oder anderen Neuzugang. „Frau Professor“ wäre dafür dann vielleicht auch ein schöner Name…


2. Warum habt Ihr nur 4 neue Songs rausgebracht und kein neues Album?

Wir hatten ca. 25 neue Songs, aber dann fanden wir die Idee von einem „best of“-Album so gut, daß…  Nee, war nur Spaß!  Einer der Gründe für die Bandauflösung war ja gerade, daß wir eben nicht mehr so viel Zeit füreinander haben wie früher, demzufolge auch nicht mehr die Songs so aus uns heraussprudeln. Von dem mangelnden Arsch in der Hose, diese dann auch beseelt und engagiert im Studio aufzunehmen mal ganz abgesehen. Für ein komplettes neues Album, mit dem wir auch selber zufrieden gewesen wären, hatten die alten Männer einfach nicht mehr die Puste. Da die früheren Alben teilweise nicht mehr oder nur noch schwer erhältlich sind, lag die Idee einer Werkschau nahe. Wir sind mit dem Ergebnis ganz glücklich.


3. Was hat euch inspiriert die 4 neuen Songs zu schreiben?

Das Leben.


4. Welcher Song ist euer Lieblingssong von euren gespielten Tracks?

Meinst du, von den neuen Songs? Oder von allen, die wir je gespielt haben? Das wäre sowieso unmöglich zu beantworten. Von den neuen ist es „Jetzt haut alles hin“. Das ist übrigens auch unser jüngstes Kind, also der offiziell letzte Frau Doktor-Song.


5. Ist dies wirklich das Ende der Band oder denkt ihr irgendwann an eine Rückkehr?

Man soll niemals nie sagen, stimmt’s? Deshalb sage ich einfach nur „das war’s“. Und das ist im Jahr 2010 die absolute Wahrheit. Weiter in die Zukunft wird nicht gedacht.


6. Was wollt ihr in eurem Vorruhestand tun?

Uns um unsere Familien kümmern. Von den 10 Bandmitgliedern haben sich 6 bereits fortgepflanzt, bei einem ist der Nachwuchs unterweg, und die anderen drei arbeiten vielleicht gerade dran. Das ganz normale Leben halt, über die Runden kommen. Meine Tochter ist jetzt 1 Jahr alt, und mit ihr Zeit zu verbringen ist tatsächlich NOCH besser als mit Frau Doktor, obwohl das auch schon ziemlich cool war.


7. Was war euer verrücktestes Erlebnis mit der Band?

Ach je… ich glaube, sooo verrückt war das alles gar nicht. Oder ich bin so crazy, daß mir alles normal vorkommt… Natürlich haben wir an teilweise seltsamen Orten die abgefahrendsten Leute kennengelernt, und bis morgens um 5 kann einiges passieren, aber irgendwelche extreme Geschichten (wenn es sie denn gegeben hätte…)  wären entweder für Außenstehende schwer nachvollziehbar oder gehören einfach nicht in die Öffentlichkeit.


8. Was war euer schlimmstes Ereignis in eurer Bandgeschichte?

Auch hier fällt mir jetzt nichts konkretes ein. Es ist bei keinem unserer Konzerte jemand gestorben oder schwer verletzt worden, und außer einem geplatzen Reifen hatten wir nie einen Auto-Unfall. Schlimmer als die „morgens kotzen“-Hölle, die jeder von uns schon mehr als einmal durchlitten hat, ist es zum Glück nie gekommen.


9. An welchem Ort war euer bestes Konzert?

Warum fragst du nicht nach Lieblingsspeisen oder wo wir unsere Unterhosen kaufen? Das wäre leichter zu beantworten…  Etwas besonderes war der Auftritt 2009 auf dem Hafengeburtstag in Hamburg. Ansonsten gibt es ein paar Orte, an denen wir jeweils mehrfach gespielt haben, und wo es immer besonders geil war. Das gilt für die Heimspiele im Schlachthof in Wiesbaden, aber auch für die gigs in Hannover („bei Chez Heinz“), Coburg („Oyle“) und Rüdesheim („Hajo’s“). Konzerte in der Schweiz waren auch immer was ganz besonderes.


10. Was würdet ihr tun, wenn ihr 70 Jahre alt werdet?  

Mal sehen.


Ok, dass war es dann auch schon.
Vielen Dank und liebe Grüße


Sabrina     


                               

             






            

                                         


 
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